Amortisationsrechner Photovoltaik
Berechne, nach wie vielen Jahren sich deine PV-Anlage bezahlt macht – aus Investition, Stromkosten-Ersparnis, Einspeisevergütung und Betriebskosten.
So funktioniert der Amortisationsrechner
Der Rechner zeigt, nach wie vielen Jahren sich deine Photovoltaikanlage bezahlt macht. Grundlage sind die Investitionskosten, die jährliche Stromkosten-Ersparnis, die Einspeisevergütung und die laufenden Betriebskosten.
Die Formel
Amortisationszeit = Investition ÷ (Ersparnis + Einspeisevergütung − Betriebskosten)
Eine Anlage für 18.000 € mit 900 € Ersparnis, 550 € Vergütung und 200 €
Betriebskosten amortisiert sich in 18.000 / 1.250 ≈ 14,4 Jahren.
Typische Werte
Übliche Amortisationszeiten liegen bei 10–15 Jahren, bei hohem Eigenverbrauch auch darunter. Die Einspeisevergütung bestimmst du mit dem Einspeisevergütungs-Rechner, den möglichen Eigenverbrauch mit dem Autarkiegrad-Rechner.
Hinweis zur Rechnung
Die Berechnung ist statisch: Steigende Strompreise verkürzen die Amortisation, die leichte Modul-Degradation verlängert sie geringfügig. Die angesetzten Betriebskosten umfassen laufende Posten wie Versicherung, gelegentliche Reinigung, Monitoring und anteilige Kosten für eine technische Inspektion. Was davon tatsächlich anfällt, erklärt der Ratgeber Wartung und Reinigung einer Photovoltaikanlage.
Die Rechnung enthält keine Marktpreise: Investition, Ersparnis, Vergütung und Betriebskosten setzt du selbst ein. Damit altert dieser Rechner nicht – wohl aber die Werte, die du einsetzt. Den Vergütungsanteil holst du dir aus dem Einspeisevergütungs-Rechner, dessen Sätze mit Gültigkeitszeitraum ausgewiesen sind.
Nach der Kaufentscheidung: Anmeldung und Netzanschluss
Steht die Wirtschaftlichkeit fest, folgt die formale Anmeldung bei Marktstammdatenregister und Netzbetreiber – Schritt für Schritt erklärt im Ratgeber Photovoltaikanlage anmelden.
Quellen
Statische Rechnung ohne Strompreissteigerung und Degradation
Laufende Betriebskosten von 200 € im Jahr
Häufige Fragen
Wann rechnet sich Photovoltaik?
Eine Photovoltaikanlage amortisiert sich in Deutschland typischerweise nach 10 bis 15 Jahren – bei hohem Eigenverbrauch auch früher. Da Module 25 Jahre und länger halten, folgen danach viele Jahre mit reinem Ertrag.
Entscheidend sind die Investitionskosten, der Eigenverbrauchsanteil, die Stromkosten-Ersparnis und die Einspeisevergütung. Deine persönliche Amortisationszeit berechnest du mit dem Amortisationsrechner.
Der Ratgeber Wann sich Photovoltaik lohnt erklärt die gleichen Faktoren ausführlicher mit typischen Szenarien und Grenzen der Schätzung.
Was kostet eine Photovoltaikanlage?
Eine belastbare Zahl gibt es nur aus eigenen Angeboten: Die Preise werden je kWp kalkuliert und hängen von Anlagengröße, Speicher, Dachsituation und Region ab; größere Anlagen sind je kWp günstiger. Hol dir mehrere Angebote und vergleiche sie je kWp statt als Endsumme – so siehst du Ausreißer sofort.
Seit 2023 entfällt in Deutschland die Mehrwertsteuer auf viele PV-Anlagen. Ob sich die Investition rechnet, zeigt der Amortisationsrechner; mehr im Ratgeber Wann sich Photovoltaik lohnt.
Wie lange hält eine Photovoltaikanlage?
Solarmodule halten in der Regel 25 bis 30 Jahre und oft länger. Hersteller garantieren meist noch 80 bis 87 % der Anfangsleistung nach 25 Jahren – der langsame Leistungsverlust heißt Degradation.
Der Wechselrichter muss meist einmal nach 12 bis 15 Jahren getauscht werden. Da die Anlage viel länger läuft als die Amortisationszeit, folgen viele ertragreiche Jahre – siehe Amortisationsrechner.
Damit die Anlage diese Nutzungsdauer erreicht, braucht sie etwas laufende Aufmerksamkeit. Welcher Aufwand für Reinigung, Monitoring und Kontrolle realistisch anfällt, zeigt der Ratgeber Wartung und Reinigung einer Photovoltaikanlage.