Glossar
Die wichtigsten Begriffe rund um die eigene Solaranlage.
- Autarkiegrad
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Der Autarkiegrad gibt an, welchen Anteil des eigenen Stromverbrauchs eine PV-Anlage samt Speicher selbst deckt.
Der Autarkiegrad beschreibt die Unabhängigkeit vom Stromnetz: Er ist der Anteil des Verbrauchs, der aus eigener Erzeugung stammt. Ohne Stromspeicher liegt er bei rund 30 %, mit passendem Speicher bei 55 bis 65 %. Nicht zu verwechseln mit der Eigenverbrauchsquote. Beide schätzt der Autarkiegrad-Rechner.
- Balkonkraftwerk (Steckersolar)
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Ein Balkonkraftwerk ist eine kleine, steckerfertige PV-Anlage mit ein bis zwei Modulen, die über eine Steckdose ins Hausnetz einspeist.
Balkonkraftwerke – auch Steckersolar oder Mini-PV genannt – sind der einfachste Einstieg in die Solarstromnutzung. Seit dem Solarpaket I (2024) sind Wechselrichter bis 800 W erlaubt und die Anmeldung ist vereinfacht. Ertrag und Ersparnis berechnet der Balkonkraftwerk-Rechner; Details im Ratgeber Balkonkraftwerk: Lohnt sich Steckersolar?.
- DC/AC-Verhältnis
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Das DC/AC-Verhältnis setzt die Modul-Nennleistung in kWp ins Verhältnis zur Wechselrichter-Nennleistung in kW.
Das DC/AC-Verhältnis gibt an, wie viel größer die Modul-Nennleistung (kWp, Gleichstrom) im Vergleich zur Nennleistung des Wechselrichters (kW, Wechselstrom) ausgelegt ist. Ein Wert über 1 ist bei Dachanlagen die Regel, nicht die Ausnahme.
Die Formel
DC/AC-Verhältnis = Modul-Nennleistung (kWp) ÷ Wechselrichter-Nennleistung (kW)Beispiel: Eine Anlage mit 10 kWp und einem 8-kW-Wechselrichter hat ein DC/AC-Verhältnis von 1,25. Warum ein Wert über 1 üblich ist und was dabei passiert, erklärt der Ratgeber Wechselrichter-Dimensionierung verstehen.
Was der Begriff nicht festlegt
Das DC/AC-Verhältnis ist eine Kennzahl zur Einordnung, keine Auslegungsvorschrift. Es liefert weder eine verbindliche Empfehlung für eine konkrete Anlage noch eine Aussage zur Stringplanung oder zur Meldeleistung gegenüber dem Netzbetreiber. Diese Fragen gehören zur individuellen Fachplanung.
- Degradation
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Degradation bezeichnet den langsamen, altersbedingten Leistungsverlust von Solarmodulen von typischerweise rund 0,5 Prozent pro Jahr.
Solarmodule verlieren mit der Zeit an Leistung. Übliche Werte liegen bei etwa 0,5 % pro Jahr; Hersteller garantieren meist noch 80 bis 87 % der Anfangsleistung nach 25 Jahren. Die Degradation verlängert die Amortisation nur geringfügig und ist im Amortisationsrechner als statische Näherung berücksichtigt. Sie betrifft vor allem die Module.
Quellen
Lebensdauer, Degradation und Garantiezusagen
- Eigenverbrauch(squote)
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Die Eigenverbrauchsquote gibt an, welcher Anteil des selbst erzeugten Solarstroms direkt oder über den Speicher im Haushalt genutzt wird.
Während der Autarkiegrad auf den Verbrauch bezogen ist, bezieht sich die Eigenverbrauchsquote auf die Erzeugung: Sie sagt, wie viel des erzeugten Stroms nicht eingespeist, sondern selbst verbraucht wird. Ein hoher Eigenverbrauch verbessert die Wirtschaftlichkeit, weil selbst genutzter Strom mehr wert ist als die Einspeisevergütung. Ein Stromspeicher erhöht ihn deutlich.
- Einspeisevergütung
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Die Einspeisevergütung ist die gesetzlich garantierte Zahlung nach dem EEG für Solarstrom, der ins öffentliche Netz eingespeist wird.
Die Einspeisevergütung wird nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) je eingespeister Kilowattstunde gezahlt und ist ab Inbetriebnahme für 20 Jahre fest (§ 25 EEG). Man unterscheidet Teileinspeisung (Überschuss) und Volleinspeisung. Die geltenden Sätze samt Stand und Gültigkeitszeitraum stehen in der Tabelle Einspeisevergütung: EEG-Sätze; den Erlös berechnet der Einspeisevergütungs-Rechner.
Quellen
- Kilowatt-Peak (kWp)
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Kilowatt-Peak ist die Nennleistung einer Photovoltaikanlage unter genormten Testbedingungen und die zentrale Größe zur Beschreibung der Anlagengröße.
Kilowatt-Peak (kWp) bezeichnet die Spitzenleistung einer Photovoltaikanlage unter Standard-Testbedingungen (1000 W/m² Einstrahlung, 25 °C). Eine 10-kWp-Anlage liefert unter idealen Bedingungen also 10 kW. Aus der kWp-Zahl und dem spezifischen Ertrag ergibt sich der Jahresertrag – berechenbar im PV-Ertragsrechner. Wie sich kWp von der Kilowattstunde (kWh) unterscheidet, erklärt die FAQ Was bedeutet kWp und wie unterscheidet es sich von kWh?. Bei einer geplanten Dachbelegung entsteht die kWp-Zahl aus Modulanzahl und Modulleistung; die geometrische Vorstufe berechnet der Dachbelegungsrechner.
Quellen
- Modulfläche
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Die Modulfläche beschreibt, wie viel Dachfläche ein einzelnes PV-Modul geometrisch belegt und wie daraus Modulanzahl und kWp entstehen.
- Randbereich bei Photovoltaik
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Der Randbereich ist der Streifen am Dachrand, der bei der geometrischen PV-Dachbelegung als frei zu haltende Planungsfläche behandelt wird.
- Solarmodul (Photovoltaikmodul)
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Ein Solarmodul besteht aus vielen Solarzellen und wandelt Sonnenlicht direkt in elektrischen Gleichstrom um.
Das Solarmodul ist das Herzstück jeder Photovoltaikanlage. Gängige Module haben eine Leistung von 400 bis 450 Wp und einen Wirkungsgrad um 20 %. Mehrere Module ergeben in Summe die Anlagenleistung in Kilowatt-Peak. Über die Jahre verlieren Module durch Degradation langsam an Leistung. Welche Dachfläche ein einzelnes Modul geometrisch belegt, erklärt die Modulfläche.
- Spezifischer Ertrag
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Der spezifische Ertrag gibt an, wie viele Kilowattstunden eine PV-Anlage pro installiertem Kilowatt-Peak und Jahr erzeugt (kWh/kWp·a).
Der spezifische Ertrag ist die entscheidende Kennzahl, um Standorte zu vergleichen. In Deutschland liegt er je nach Region bei rund 900 bis 1100 kWh/kWp·a. Er hängt von Einstrahlung, Ausrichtung, Neigung und Verschattung ab. Richtwerte je Region liefert die Tabelle Spezifischer Ertrag nach Region, die Berechnung der PV-Ertragsrechner.
- Stromspeicher (Batteriespeicher)
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Ein Stromspeicher speichert überschüssigen Solarstrom in einer Batterie, um ihn zeitversetzt am Abend oder in der Nacht zu nutzen.
Der Stromspeicher – meist ein Lithium-Ionen-Akku – erhöht Eigenverbrauch und Autarkiegrad deutlich. Entscheidend ist die nutzbare Kapazität in Kilowattstunden, die etwas unter der Bruttokapazität liegt. Die passende Größe ermittelt der Speichergrößen-Rechner; Nutzen und Kosten erklärt der Ratgeber Stromspeicher für Photovoltaik.
- Volleinspeisung
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Bei der Volleinspeisung wird der gesamte erzeugte Solarstrom ins Netz eingespeist und höher vergütet als bei der Überschusseinspeisung.
Anlagenbetreiber können zwischen Teileinspeisung (Eigenverbrauch plus Überschuss) und Volleinspeisung wählen. Bei Volleinspeisung ist die Einspeisevergütung höher, dafür entfällt die Ersparnis durch Eigenverbrauch. Volleinspeisung lohnt vor allem bei geringem Eigenverbrauch. Beide Varianten lassen sich im Einspeisevergütungs-Rechner vergleichen.
- Wechselrichter
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Der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom der Solarmodule in netzkonformen Wechselstrom um und ist eine zentrale Komponente jeder PV-Anlage.
Solarmodule erzeugen Gleichstrom, das Hausnetz arbeitet mit Wechselstrom. Der Wechselrichter übernimmt die Umwandlung und optimiert zugleich die Leistung der Module. Sein Wirkungsgrad liegt bei modernen Geräten über 97 %. Seine Nennleistung (kW) liegt dabei meist bewusst unter der Modul-Nennleistung in kWp - dieses DC/AC-Verhältnis erklärt der Ratgeber Wechselrichter-Dimensionierung verstehen. Bei Balkonkraftwerken begrenzt er die Einspeisung auf 800 W – siehe Balkonkraftwerk-Rechner. Bei einem Stromausfall im öffentlichen Netz trennt der Wechselrichter die Anlage automatisch (Anti-Islanding-Schutz). Details dazu stehen in der FAQ Funktioniert meine PV-Anlage bei Stromausfall? und im Ratgeber Blitz- und Brandschutz bei Photovoltaikanlagen.
- Wirkungsgrad
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Der Wirkungsgrad gibt an, welchen Anteil der eingestrahlten Sonnenenergie ein Solarmodul in nutzbaren Strom umwandelt.
Moderne Solarmodule erreichen einen Wirkungsgrad von etwa 20 bis 23 %. Ein höherer Wirkungsgrad bedeutet mehr Leistung pro Fläche – wichtig bei begrenztem Dachplatz. Neben dem Modul-Wirkungsgrad zählt der des Wechselrichters. Der Wirkungsgrad fließt indirekt in den spezifischen Ertrag ein. Für die reine Dachbelegung ist zusätzlich die Modulfläche entscheidend.