Einspeisevergütung: EEG-Sätze mit Stand und Gültigkeit
Einspeisevergütungs-Sätze nach EEG für Teil- und Volleinspeisung, gestaffelt nach Leistungsanteil – mit Gültigkeitszeitraum, Degression und Quelle.
Die Einspeisevergütung richtet sich nach Betriebsart und installierter Leistung. Der bei Inbetriebnahme gültige Satz bleibt 20 Jahre fest (§ 25 EEG).
Gültig für Inbetriebnahme vom 1. August 2026 bis 31. Januar 2027:
| Betriebsart | Leistungsanteil | Vergütung |
|---|---|---|
| Teileinspeisung | bis 10 kW | 7,70 ct/kWh |
| Teileinspeisung | 10 bis 40 kW | 6,66 ct/kWh |
| Volleinspeisung | bis 10 kW | 12,22 ct/kWh |
| Volleinspeisung | 10 bis 40 kW | 10,24 ct/kWh |
Die Angaben sind Leistungsanteile: Eine Anlage über 10 kW erhält für die
ersten 10 kW den oberen und für den Rest den unteren Satz; der wirksame Satz ist
das Mittel daraus (§ 23c EEG). Beispiel 15 kW Teileinspeisung:
(10 × 7,70 + 5 × 6,66) / 15 ≈ 7,35 ct/kWh.
Für Neuanlagen sinken die Sätze alle sechs Monate um 1 Prozent (§ 49 EEG). Der nächste Schritt greift am 1. Februar 2027; diese Tabelle gilt bis dahin.
Deinen Erlös berechnet der Einspeisevergütungs-Rechner; ob sich die Anlage insgesamt lohnt, klärt der Amortisationsrechner.
Rechtsgrundlagen: § 23c, § 25, § 48, § 49, § 53 EEG 2023.
So liest du die Tabelle
Teileinspeisung ist der Normalfall auf dem Wohnhaus: Der Strom deckt zuerst den eigenen Verbrauch, nur der Überschuss geht ins Netz und wird vergütet. Volleinspeisung bedeutet, dass die gesamte Erzeugung eingespeist wird; der Haushalt bezieht seinen Strom weiter vollständig aus dem Netz. Der höhere Satz für Volleinspeisung ist der Ausgleich dafür, dass kein Eigenverbrauch eingespart wird. Die Betriebsart meldest du dem Netzbetreiber vor der Inbetriebnahme; ein Wechsel ist jeweils zum Jahreswechsel möglich und muss vor dem 1. Dezember des Vorjahres mitgeteilt werden (§ 21 EEG).
Die Spalte Leistungsanteil bezieht sich auf die installierte Leistung in kW, nicht auf die eingespeiste Energie. Bei einer 8-kW-Anlage gilt für jede Kilowattstunde derselbe Satz „bis 10 kW”; erst über 10 kW mischt sich der zweite Satz anteilig hinein.
Rechenbeispiel: Teil- oder Volleinspeisung
Eine Anlage mit 8 kWp auf einem Süddach erzeugt bei 950 kWh je kWp rund 7.600 kWh im Jahr. Angenommen werden 30 Prozent Eigenverbrauch und ein Haushaltsstrompreis von 0,37 €/kWh.
| Betriebsart | Eingespeist | Vergütung | Eingesparter Netzbezug | Vorteil im Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Teileinspeisung | 5.320 kWh | 5.320 × 7,70 ct ≈ 410 € | 2.280 kWh × 0,37 € ≈ 844 € | rund 1.254 € |
| Volleinspeisung | 7.600 kWh | 7.600 × 12,22 ct ≈ 929 € | 0 € | rund 929 € |
Schon mit 30 Prozent Eigenverbrauch liegt die Teileinspeisung vorn, weil jede selbst genutzte Kilowattstunde den vollen Haushaltsstrompreis spart und nicht nur die Vergütung einbringt. Volleinspeisung lohnt sich dann, wenn am Standort kaum Verbrauch anfällt, etwa auf einer Scheune, einer Garage ohne Haushalt oder einem vermieteten Gebäude, dessen Strom nicht über den Anlagenbetreiber läuft. Wie hoch dein Eigenverbrauch realistisch ist, schätzt der Autarkiegrad-Rechner; den Ertrag deines Dachs der PV-Ertragsrechner.
Grenzen der Tabelle
Die Sätze gelten für Anlagen bis 40 kW auf, an oder in Gebäuden und für Inbetriebnahmen im genannten Zeitraum. Wer die Anlage früher in Betrieb genommen hat, behält den damals gültigen Satz für 20 Jahre; die Tabelle sagt nichts über Bestandsanlagen. Für Anlagen ab 100 kW ist die Direktvermarktung Pflicht, dort gilt statt der festen Vergütung die Marktprämie.
Seit dem Solarspitzengesetz erhalten Neuanlagen für Stunden mit negativen Börsenstrompreisen keine Vergütung; die ausgefallenen Stunden werden am Ende des Vergütungszeitraums angehängt (§ 51 EEG). Für die Jahresrechnung oben spielt das bislang eine kleine Rolle, verschiebt aber den Vorteil weiter in Richtung Eigenverbrauch und Speicher. Ob ein Speicher die Rechnung verbessert, klärt der Ratgeber Stromspeicher für Photovoltaik.