Lohnt sich Photovoltaik auch ohne Einspeisevergütung?

Ja, denn der größte Hebel ist ohnehin der eigene Verbrauch: Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart den vollen Strompreis – im deutschen Haushaltsdurchschnitt 37,0 ct/kWh (BDEW-Strompreisanalyse, Stand 21.08.2026), je nach Tarif etwa 30 bis 40 ct. Das ist rund das Fünffache der Einspeisevergütung, die für Anlagen bis 10 kW mit Inbetriebnahme vom 1. August 2026 bis 31. Januar 2027 bei 7,70 ct/kWh liegt. Ein hoher Eigenverbrauch macht die Anlage also auch ohne attraktive Vergütung wirtschaftlich.

Je höher dein Eigenverbrauch und je größer dein Autarkiegrad, desto weniger hängt die Wirtschaftlichkeit von der Vergütung ab. Beide Effekte kannst du im Amortisationsrechner und im Einspeisevergütungs-Rechner gegenüberstellen.

Quellen

  • EEG-Fördersätze für Solaranlagen (Inbetriebnahme 1. August 2026 bis 31. Januar 2027)

    BundesnetzagenturPrimärquelleDie Tabelle nennt für Gebäudeanlagen nach § 48 Abs. 2, 2a EEG 2023: bis 10 kW 7,70 ct/kWh bei Teileinspeisung und 12,22 ct/kWh bei Volleinspeisung, bis 40 kW 6,66 und 10,24 ct/kWh. Die Sätze sinken halbjährlich; für Neuanlagen gilt jeweils der Stand bei Inbetriebnahme.Abruf: 29.08.2026

  • Empfehlungen zur Auslegung von Solarstromspeichern

    HTW Berlin, Forschungsgruppe SolarspeichersystemeFachliteraturNennt als Auslegungsregel rund 1 kWh nutzbare Speicherkapazität je 1000 kWh Jahresverbrauch beziehungsweise je 1 kWp installierter Leistung und setzt die Obergrenze bei 1,5. Ebenda die Größenordnung der Eigendeckung ohne Speicher.Abruf: 29.08.2026